{"id":3414,"date":"2021-01-19T15:04:40","date_gmt":"2021-01-19T14:04:40","guid":{"rendered":"https:\/\/triworx-coaching.com\/?p=3414"},"modified":"2021-01-19T21:42:57","modified_gmt":"2021-01-19T20:42:57","slug":"the-uberbiker-blog-challenge-daytona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/triworx-coaching.com\/en\/blog\/2021\/01\/19\/the-uberbiker-blog-challenge-daytona\/","title":{"rendered":"The \u00dcberbiker Blog &#8211; Challenge Daytona"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h2>The \u00dcberbiker Blog &#8211; Challenge Daytona<\/h2>\n<p>Hier ist er nun, mein erster richtiger Beitrag auf dem \u00dcberbiker Blog und eigentlich wollte ich mit ein paar Basics der Trainingslehre anfangen, damit ihr 2021 euren schnellsten Radsplit hinlegen k\u00f6nnt, den ihr je gefahren seid und danach im Ziel vor Freude nur so strahlt.<\/p>\n<p>Aber jetzt, mittlerweile 4 Wochen nach der Challenge Daytona, spreche ich noch immer mit so vielen von euch \u00fcber dieses Rennen, dass ich nicht anders kann, als dar\u00fcber zu schreiben. Was war das ein geiles Rennen!<\/p>\n<p>Lange hat mich kein Rennen mehr so gefesselt. Klar fehlte Kona dieses Jahr und das Flair dort ist schwer zu \u00fcberbieten. Aber dieses Rennen in Daytona, dieses K\u00e4mpfen am absoluten Limit, das war die Essenz von unserem Sport. Das war Adrenalin. Das war G\u00e4nsehaut. Das war f\u00fcr mich der Grund warum ich Triathlon mache.<\/p>\n<p>Ich werde oft gefragt, wie ich das Rennen einsch\u00e4tze, warum es so viele Ausf\u00e4lle mit Kr\u00e4mpfen gab und wie die hohe Leistungsdichte in dem Rennen zu erkl\u00e4ren ist. Ich mag euch teilhaben lassen an meinen Gedanken und \u00fcberlegen, was man aus dem Rennen lernen kann. Egal ob Agegrouper oder Profi, man kann immer etwas lernen, und lernen macht erfolgreich. Also lasst uns eintauchen in einen \u00fcberraschend spannenden Radsplit.<\/p>\n<p>Ich habe nicht vor, noch einen von diesen massenhaft auftauchenden Berichten \u00fcber Wattwerte zu schreiben. Ja, die 4,8 Watt\/kg \u00fcber die ganze Strecke ist ganz sch\u00f6n beeindruckend von Gusatv Iden. Da ziehe ich auch meinen Hut. Aber lernen kann man f\u00fcr sich selber daraus erstmal nix. Au\u00dfer vielleicht der Erkenntnis, dass die Jungs und M\u00e4dels wohl ein St\u00fcckchen fitter sind als die meisten von uns. Also lasst uns schauen, was wir aus diesem Rennen f\u00fcr unsere n\u00e4chsten Rennen mitnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h2><b>Die Strecke<\/b><\/h2>\n<p>Etwas, das mich am meisten, selbst bei Profitriathleten \u00fcberrascht ist, dass diese oft mit einer erschreckend schlechten Streckenkenntnis an den Start gehen. Das gleiche gilt auch f\u00fcr Agegrouper, die sich etwas vorgenommen haben. Wenn ich mit Profis an der Strecke bin, halte ich es immer wie die Radprofis. Die Strecke wird genauesten erkundet und die Athleten werden gebrieft. Ich muss alles wissen: Wie ist der Asphalt? Wo sind Abfahrten, Kurven, wo sind Schlagl\u00f6cher oder Scherben und wo muss ich meine Linie anders w\u00e4hlen? Selbst kleine Vorteile muss ich mitnehmen, z.B. muss ich darauf achten, dass ich dort fahre wo der Asphalt durch die Autoreifen etwas abgefahrener ist, da dort der Rollwiderstand geringer ist und weniger Schmutz das Risiko eines Defektes bringt. Nun, all diese Infos waren auf dem Speedway durch die dort absolvierten Trainings der Profis diesmal f\u00fcr alle vorhanden und aufgrund der Strecke lange nicht so relevant wie auf anderen Strecken. Nizza oder Hawai\u2018i ben\u00f6tigen da sicher eine ganz andere Vorbereitung. Und doch gibt die Strecke die Trainingsinhalte in den Monaten vor dem Rennen exakt vor und das aus folgenden Gr\u00fcnden:<\/p>\n<p>Die Schwierigkeiten liegen in Daytona sicher ehr in der hohen Konzentrationsf\u00e4higkeit, die diese Strecke abverlangt, der bedingungslosen Ausrichtung auf Aerodynamik und der Tatsache, dass der Asphalt auch Hitze abstrahlt und die Temperaturen so ein relevanter Faktor werden k\u00f6nnen. Das klingt vielleicht erstmal abstrakt, also was genau meine ich mit Konzentrationsf\u00e4higkeit, Aerodynamik und Temperaturen?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Etwas, dass mich am meisten selbst bei Profitriathleten \u00fcberrascht ist, dass diese oft mit einer erschreckend schlechten Streckenkenntnis an den Start gehen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Chris Decker<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/triworx-coaching.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/F422A842-0557-4ACD-AFFB-7BAF471C5D14_1_105_c.jpeg\" width=\"667\" height=\"1000\" alt=\"\" class=\"wp-image-531 alignnone size-full\" srcset=\"https:\/\/triworx-coaching.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/F422A842-0557-4ACD-AFFB-7BAF471C5D14_1_105_c.jpeg 667w, https:\/\/triworx-coaching.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/F422A842-0557-4ACD-AFFB-7BAF471C5D14_1_105_c-200x300.jpeg 200w, https:\/\/triworx-coaching.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/F422A842-0557-4ACD-AFFB-7BAF471C5D14_1_105_c-610x915.jpeg 610w, https:\/\/triworx-coaching.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/F422A842-0557-4ACD-AFFB-7BAF471C5D14_1_105_c-267x400.jpeg 267w\" sizes=\"(max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;2_5,3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/triworx-coaching.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/69E733CF-61B1-4E8A-809A-266741CC2B93_1_105_c.jpeg&#8220; title_text=&#8220;69E733CF-61B1-4E8A-809A-266741CC2B93_1_105_c&#8220; _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h2><b>Konzentrationsf\u00e4higkeit<\/b><\/h2>\n<p>Hier gibt es verschiedene Aspekte zu beachten, da bei diesem Rennen schon im Vorfeld damit zu rechnen war, dass extrem hart gefahren werden w\u00fcrde. Aufgrund der schnellen Strecke ist die Challenge Daytona in der Spitze genau ein Mittelding aus olympischer und Mitteldistanz und somit sollten die Kurzdistanzler dort, gerade nach dem Schwimmen, den Ton angeben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h3><b>Leistungsbereich<\/b><\/h3>\n<p>Es wird also in einem Leistungsbereich gefahren werden, der nicht weit weg ist von der anaeroben Schwelle (zu dem Thema \u201eSchwelle\u201c oder Trainingszonen wird sicher auch noch ein Blog kommen). Dieser Bereich ist aber extrem gef\u00e4hrlich, da Stoffwechselprozesse ab diesem Punkt nicht mehr dauerhaft auf diesem hohen Niveau aufrechterhalten werden k\u00f6nnen. Das bedeutet, ich darf nicht zu schnell fahren und muss mich auf meinen Poweroutput konzentrieren. F\u00fcr Profis und ambitionierte Agegrouper auf der Strecke bedeutet das, dass vorher die vorgegebene Wattzahl anhand der Renndauer und der bei dieser Leistung m\u00f6glichen Kohlehydrataufnahme kalkuliert wird. Ziel muss es sein, mit f\u00fcr den anschlie\u00dfenden Lauf ausreichend gef\u00fcllten Kohlehydratspeichern in T2 anzukommen. Nun wird auf dieser einfachen Strecke ein Wattwert bzw. eine enge Range als Zielvorgabe vorgegeben und das Ziel ist diese, praktisch wie im ERG-Mode auf der Rolle abzufahren. Ausnahmen gibt es f\u00fcr \u00dcberholman\u00f6ver, denn hier muss ich kurzfristig die Leistung erh\u00f6hen und taktische Belange, wo ich z.B. in der Gruppe auf einer Position fahre um Energie zu sparen und keine F\u00fchrungsarbeit machen will. Warum das so relevant ist, erkl\u00e4re ich gleich im Bereich Aerodynamik. \u00dcbrigens ist das wirklich sehr einfach auf dieser Strecke, wohingegen die grandiose 70.3 WM Strecke von Nizza da mit ihren vielen Anstiegen, vielen Kurven, Abfahrten und wechselnden Winden ganz andere Vorgaben ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Wer jetzt sagt, das ist doch dann nicht mehr schwer, der denkt am besten Mal an Alistair Brownlee. Ich behaupte er hat das Rennen verloren, weil er auf dem Rad diese Aufgabe entweder nicht konsequent umgesetzt hat oder im Vorfeld nicht genau definiert hat.<\/p>\n<h3><b>Linienwahl<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/h3>\n<p>Zus\u00e4tzlich verlangt die monotone Strecke eine enorme Konzentrationsf\u00e4higkeit f\u00fcr die Ideallinie. Auch im sp\u00e4ten Verlauf des Radsplits muss diese noch getroffen werden. Ich darf nicht nach innen in die Pylone abweichen, da ich sonst einen Sturz riskiere, ich darf aber auch nicht zu weit au\u00dfen fahren, da ich sonst zu viel Strecke fahre und damit Zeit verschenke. Um das mal an einem Bild deutlich zu machen, das jeder kennt: Wenn ich auf einer 400m Leichtathletik-Bahn fahre, dann ist die innerste Bahn 7,037m k\u00fcrzer als die zweitinnerste Bahn. Dabei liegt nur 1,22m Bahnbreite dazwischen. Das sind 1,75%. Im Spitzensport unterscheiden schon geringere Werte \u00fcber Sieg oder Niederlage.<\/p>\n<h3><b>Verpflegung<\/b><\/h3>\n<p>Last but not least, muss ich mich auf meine Ern\u00e4hrungstrategie konzentrieren, damit die vorher berechneten Kohlehydrate auch wirklich aufgenommen werden k\u00f6nnen. Ich habe also in einem definierten Rythmus Verpflegung zu gew\u00e4hrleisten und diese auch konsequent einzuhalten.<\/p>\n<p>Auch das klingt leicht, aber auch hier wurde eine Topplatzierung verschenkt. Der \u00e4sthetisch sch\u00f6nste Radfahrer Magnus Ditlev mit dem schnellsten Bikesplit des Tages hat \u00fcber die Verpflegung sicher eine Top 10 Platzierung verspielt. Ich bin aber sicher, dass er in seinem jungen Alter daraus gelernt hat. Was Aerodynamik angeht k\u00f6nnen aber ganz viele von ihm lernen.<\/p>\n<p>Als Athlet muss ich also bei der Challenge Daytona oder anderen Rennen auf Speedways versuchen einen m\u00f6glichst konstanten Leistungsoutput in einem definierten Bereich treten, dabei Ideallinie fahren und meine Verpflegungstrategie konsequent einhalten. Wie schwer gerade letzteres ist, hat sicher jeder schon einmal in Trainingseinheiten gemerkt, bei denen man sp\u00e4ter zitternd zuhause ankam. Zumindest mich musste da schon mal die ein oder andere Tankstelle retten. Und genau das sind Lehren f\u00fcr die wichtigen Rennen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h2><b>Aerodynamik<\/b><\/h2>\n<p>Da die Strecke keine relevanten Schwierigkeiten im Sinne von Anstiegen, Abfahrten oder Seitenwindpassagen hat, in denen die Position gewechselt werden kann oder muss und gleichzeitig ein Mindestabstand von 20m zum Hinterrad des Vordermannes gew\u00e4hrleistet sein muss, ist sowohl die Aerodynamik des Rades und noch\u00a0 mehr die des Fahrers der ausschlaggebende Faktor.<\/p>\n<p>Bei 50 km\/h sind 90% dessen was an Leistung erbracht werden muss daf\u00fcr n\u00f6tig um den Luftwiderstand zu \u00fcberwinden. Lionel Sanders &#8211; ich bin ein Fan von ihm &#8211; fuhr knapp \u00fcber 48km\/h. Wir k\u00f6nnen diese Werte also als gegeben nehmen. Die wichtigste Aufgabe ist es also den Luftwiderstand an den Komponenten Rad und Fahrer zu reduzieren.<\/p>\n<h3><b>Rad<\/b><\/h3>\n<p>Auf Einstellungen des Lenkers etc. komme ich zu sprechen, wenn wir \u00fcber die Position des Fahrers reden. Will ich auf einem Speedway herausragendes erreichen, dann kann ich am Rad schon ein paar Tuningma\u00dfnahmen vorwegnehmen.<\/p>\n<p>Der Rahmen ist sicher bei den meisten Sportlern nicht austauschbar und nur einmal vorhanden. Aber auch hier kann ich darauf achten, dass &#8211; falls noch aussenverlegt- die Z\u00fcge sauber gef\u00fchrt sind und keine extra angebrachte Taschen st\u00f6ren. Die Flaschenhalter sollten im Rahmendreieck aerodynamisch sein. Flache Flaschen haben sich hier bew\u00e4hrt. Zu beachten ist allerdings, dass diese schlecht aufgef\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Deswegen nutze ich diese Flasche gerne als Gelflasche. Hinter dem Sattel angebrachte Flaschenhalter sollen m\u00f6glichst flach angebracht werden. So ben\u00f6tigt das Greifen der Flasche zwar ein wenig \u00dcbung, aber daf\u00fcr ist der Str\u00f6mungsabriss hinter dem Sattel deutlich geringer. Wer noch kein integriertes Trinksystem hat, kann dies nachr\u00fcsten. Hersteller wie Profildesign bieten hier L\u00f6sungen an, die Lenker und Trinksystem aerodynamisch optimieren und aussenverlegte Z\u00fcge verdecken. Sicher ein Preis-Leistungstipp f\u00fcr \u00e4ltere Bikes.<\/p>\n<p>Am beliebtesten zum \u201etunen\u201c sind sicher die Felgen. Hier spielt Gewicht kaum eine Rolle, deswegen ist hier hinten zu einer Scheibe und vorne je nach Windverh\u00e4ltnissen zu einer 90mm Felge zu raten. Bei den Reifen ist darauf zu achten, dass die Reifenbreite auf keinen Fall mehr als 5mm breiter ist als die Felge um aerodynamische Nachteile zu vermeiden. Dies ist ein nicht hoch genug zu bewertender Faktor. Im Falle der Challenge Daytona und dem guten Asphalt, w\u00fcrde ich dar\u00fcber hinaus noch zu reinen Rennreifen raten, bei denen der Rollwiderstand gegen\u00fcber dem Pannenschutz optimiert ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Highendtuner sind im Bereich der Schaltung auch noch ein paar Kleinigkeiten zu optimieren. Ideal ist auf einem solch einfachen Kurs eine 1&#215;12-fach Schaltung und die \u00dcbersetzung so zu w\u00e4hlen, dass die Kette bei dem dauerhaft benutzten Gang m\u00f6glichst gerade l\u00e4uft. Auch die Schaltm\u00f6glichkeiten sollten sich in den Aerogriffen befinden, damit die Position im Gegenwind nicht ge\u00e4ndert werden muss. Weiterhin bieten sich aerodynamisch optimierte Pedalen an. Hier ist ganz klar Speedplay das schnellste System, wenn meine Wattmessung in den Kurbelarmen stattfindet.<\/p>\n<h3><b>Fahrer<\/b><\/h3>\n<p>Hier liegt das gr\u00f6\u00dfte Potential f\u00fcr aerodynamische Vorteile verborgen und ich hatte es schon einmal erw\u00e4hnt, Magnus Ditlev sa\u00df hier so perfekt und ruhig auf dem Rad, dass es eine Freude wahr im zuzusehen. Das war Zeitfahren in Perfektion. Das war \u00c4sthetik. Eine perfekte Symbiose aus Fahrer und Rad.<\/p>\n<p>Und genau darum geht es. Es muss eine perfekte Symbiose aus Fahrer und Rad werden. Deswegen kann ich hier auch nicht schreiben, setzt euch so oder so aufs Rad und dann sitzt ihr perfekt. Die perfekte Symbiose ist f\u00fcr jeden Fahrer anders.<\/p>\n<p>Die Aufgabenstellung hei\u00dft also, dass ich mich so aufs Rad setzen muss, dass ich so aerodynamisch wie m\u00f6glich auf dem Rad sitze UND diese Position \u00fcber die Renndistanz halten kann. Hier gab es bei der Challenge Daytona mehrere Ausf\u00e4lle mit Kr\u00e4mpfen und das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Position aerodynamisch zu aggressiv war, bzw. die Haltemuskulatur nicht ausdauernd und leistungsf\u00e4hig genug.<\/p>\n<p>Also das erste Learning hier ist, dass zu Aerodynamik auch Flexibilit\u00e4t, Stabilit\u00e4t und Kraft dazugeh\u00f6rt. Faktoren die im Agegroupbereich oft auch wegen der Kompromisse aus Arbeit, Familie und Training gerne zu kurz kommen. Hier lohnt es sich, auch wenn dann Abstriche beim Ausdauertraining gemacht werden m\u00fcssen, zu investieren.<\/p>\n<p>In einer unver\u00e4nderten aerodynamischen Position, die bei der Challenge Daytona unabdingbar ist, werden immer die exakt gleichen Muskeln zur Leistungserbringung rekrutiert. Auf anderen Strecke, wo ich auch mal im Basebar oder gar Wiegetritt fahre, kann ich Entlasten und Erholen. Auf einem Speedway ist das im Kampf um die Spitze unm\u00f6glich. Und auch wenn ich pers\u00f6nlich die Strecke todlangweilg fand, war sie k\u00f6rperlich eine der brutalsten die ich je gesehen habe und zwar genau aus diesem Grund.<\/p>\n<p>Ich muss also Kraft und Stabitraining f\u00fcr die Haltearbeit machen, Stretching und Yoga f\u00fcr die Flexibilit\u00e4t und Rennsimulationen f\u00fcr das spezifische Training. Ein Rennen auf einem Speedway kann ich nicht ohne konsequentes Zeitfahrtraining starten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Gerade in der aktuellen Saisonvorbereitung, wie dies in Europa und Nordamerika gerade der Fall ist, lohnt sich dieses Training um dann, wenn die Rennen anstehen, noch schneller zu sein.<\/p>\n<p>Wenn die Position gefunden ist, die ich also aerodynamisch so fahren kann, dass ich sie halten kann, startet die weitere Optimierung und das sind Helm und Einteiler. Diese sollten an die K\u00f6rperhaltung angepasst werden. Grunds\u00e4tzlich hilft es den Kopf runter und nach vorne zu nehmen, was die muskul\u00e4re Haltearbeit allerdings auch nochmal anspruchsvoller macht. Auch hier lohnt das entsprechende Training, damit der Helm seine Vorteile ganz ausspielen kann. Ein Anzug wird im Idealfall ma\u00dfgeschneidert und nicht von der Stange gekauft, da hier jede Falte einen Nachteil bedeutet. Mittlerweile gibt es hier gute Anbieter zu vertretbaren Preisen.<\/p>\n<p>Wie gesagt, Ditlev war auch hier super sch\u00f6n anzusehen und bei den Frauen war Lisa Norden sehr gut positioniert. Aus Marketinggr\u00fcnden sind auch bei den Frauen die knappen Outfits einer Holly Lawrence genial und \u00e4sthetisch anzusehen, aerodynamisch aber klar im Nachteil zu den l\u00e4ngeren \u00c4rmeln und Beinen der TriSuits, da diese die Luft weniger verwirbeln als nackte Haut.<\/p>\n<p>Apropos nackte Haut. Liebe M\u00e4nner, rasierte Beine und Arme machen auch einen Unterschied, sind dabei bei manchen Frauen auch optisch sehr beliebt und besser zu massieren. Von der besseren Heilung bei St\u00fcrzen ganz abgesehen. Also nehmt den Rasierer zur Hand. Das gilt \u00fcbrigens nicht nur f\u00fcr Rennen wie die Challenge Daytona.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h2><b>Temperaturmanagement<\/b><\/h2>\n<p>Wer nach Hawai\u2019i f\u00e4hrt, der macht sich im Vorfeld viele Gedanken dar\u00fcber, wie mit der Hitze auf dieser Vulkaninsel umzugehen ist. Aber Daytona? Auch hier ist das zu beachten, was gerade auf Rennstrecken oft zu beobachten ist, insbesondere bei denen, die wie ein Speedway von Zuschauertrib\u00fcnen umgeben sind.<\/p>\n<p>Der Asphalt ist allein mit seiner dunklen Farbe in der Lage die Strahlungsenergie der Sonne gut aufzunehmen, das bedeutet er heizt sich auf und strahlt damit auch wieder W\u00e4rme ab. Ein physikalisch v\u00f6llig normales Ph\u00e4nomen, das jeder K\u00f6rper ab 0,1 Grad Kelvin macht. In Verbindung mit den Trib\u00fcnen, die den k\u00fchlenden Wind von den Sportlern abhalten bzw. diesen reduzieren, wird die Temperatur jedoch relevant.<\/p>\n<p>Habe ich Sonneneinstrahlung von oben, die auf den Sportler wirkt und die von dem Asphalt abgegebene W\u00e4rmestrahlung wird auch der K\u00f6rper des Sportlers weiter mit Hitze belastet. Hitzebelastung ist aber bei sportlicher Belastung bereits ausreichend vorhanden, da der K\u00f6rper einen sehr schlechten Wirkungsgrad hat. Nur rund ein Viertel der eingesetzten Energie wird in Kraft umgewandelt, der Rest wird als Abw\u00e4rme frei, die wiederum abgegeben werden muss, damit der K\u00f6rper nicht \u00fcberhitzt. Kommt jetzt noch die W\u00e4rmestrahlung vom Asphalt dazu und eine reduzierte Stirnfl\u00e4che, auf die k\u00fchlender Wind einwirken kann, sowie ein ggf. aerodynamisch optimaler Helm, der aber nicht optimal bel\u00fcftet ist, so wird der K\u00f6rper mit zus\u00e4tzlichem Hitzestress belastet.<\/p>\n<p>Der K\u00f6rper hat nun vier Wege seine Kerntemperatur zu regulieren, was der Sportler m\u00f6glichst effizient unterst\u00fctzen sollte, denn zu stark steigende Kerntemperaturen beeinflussen die Leistungsf\u00e4higkeit negativ.<\/p>\n<p>Der K\u00f6rper kann Hitze ebenfalls \u00fcber Strahlung abgeben. Dies funktioniert jedoch umso schlechter, je w\u00e4rmer die Umgebungstemperatur ist.<\/p>\n<p>Dort wo der K\u00f6rper Kontakt zu einem festen Gegenstand hat, kann er die W\u00e4rme auch \u00fcber Konduktion, die sogenannte W\u00e4rmeleitung abgeben. Ein Beispiel, dass sicher viele schon gesehen haben ist, wenn die Athleten beim IRONMAN auf Hawaii Eis unter die Kleidung packen um sich zu k\u00fchlen. Der Haupteffekt hier ist die W\u00e4rmeleitung. Der Hinweis sei erlaubt, dass die K\u00fchlung hierbei \u00fcbrigens am effizientesten an den Handinnenfl\u00e4chen ist, wenn das kalte Schmelzwasser \u00fcber die Arterien am Handgelenk abflie\u00dfen kann. Eis unter der Kappe oder unter dem Helm ist deutlich weniger effizient und mit Risiken behaftet.<\/p>\n<p>Weiterhin wird W\u00e4rme \u00fcber Konvektion abgegeben. Durch die verbesserte Durchblutung der Hautoberfl\u00e4che wird die Luft an dieser erw\u00e4rmt und gleitet nach oben ab. Dadurch kommt immer k\u00fchlere Luft nach und der Prozess beginnt von vorne.<\/p>\n<p>Der effizienteste Faktor ist jedoch die Verdunstung. Die haupts\u00e4chlich durch Schwitzen erm\u00f6glicht wird, wenn die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist (h\u00e4ufig ein Faktor in der schw\u00fclen Luft von Kona). Damit ich m\u00f6glich effizient verdunsten kann, bietet sich ein Trisuit an, der den Schwei\u00df gleichm\u00e4\u00dfig verteilt und damit die Oberfl\u00e4che die bedeckt ist vergr\u00f6\u00dfert. So kann mehr Fl\u00fcssigkeit verdunsten und dem K\u00f6rper mehr W\u00e4rme entzogen werden.<\/p>\n<p>So wichtig dieser Prozess ist, so gro\u00df ist gerade bei den hohen Intensit\u00e4ten einer Challenge Daytona das Risiko. Durch die hohe Intensit\u00e4t ist der Magen-Darm-Trakt schlechter durchblutet und die Aufnahmef\u00e4higkeit von Fl\u00fcssigkeiten und N\u00e4hrstoffen begrenzt. Gleichzeitig ist die Temperatur aufgrund der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Intensit\u00e4t stark erh\u00f6ht und muss ausgeglichen werden. Bei hoher Schwei\u00dfrate entsteht hier ein Fl\u00fcssigkeits- und Elektrolytverlust. Beides Dinge die leistungsmindernd sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Vor dem Rennen muss ich also zum einen meine Schwei\u00dfrate bestimmen um sicher zu sein w\u00e4hrend des Rennens ausreichend Fl\u00fcssigkeit aufzunehmen (auch das muss bei entsprechender Intensit\u00e4t trainiert werden), zum anderen muss ich den Elektrolytverlust ausgleichen. Um diesen m\u00f6glich niedrig zu halten, ist es sinnvoll vorher unter Hitze zu trainieren, da der K\u00f6rper bei Klimaver\u00e4nderung erst mit erh\u00f6hter Schwei\u00dfrate reagiert und erst im weiteren Verlauf die darin enthaltenen Elektrolyte ein wenig reduziert.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h2><b>Fazit<\/b><\/h2>\n<p>Wer schnell sein will, muss den Kurs kennen und auch ein auf den ersten Blick \u201elangweiliger\u201c Kurs hat seine T\u00fccken. Viele Sportler suchen sich ihre Rennen nach einem Rennkurs aus, der ihnen liegt bzw. ihren St\u00e4rken entspricht. Aber die wenigsten optimieren ihr Training und ihr Rennen konsequent danach.<\/p>\n<p>Vielleicht eine gute Gelegenheit dies noch zu tun. 2021 ist noch jung.<\/p>\n<p>Kette rechts,<\/p>\n<p>Euer Chris<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/triworx-coaching.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/D2895E45-545E-4F62-813F-D7149D05BFBF_1_201_a-scaled-1.jpeg&#8220; title_text=&#8220;D2895E45-545E-4F62-813F-D7149D05BFBF_1_201_a&#8220; _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_post_title _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_post_title][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>It\u2019s been a long time since I\u2019ve been so hooked on a race. 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