Tag 9 – Kona Blog 2017

Heute in einer Woche ist es so weit. Und pünktlich eine Woche vor dem großen Rennen, war es Zeit für ein kleines Rennen. Aber dazu später mehr. Erst einmal war ja noch der gestrige Tag.

Wie üblich fing der Tag um 04:40 Uhr an mit aufstehen und einem Frühstück mit Joghurt, eingeweichten Haferflocken – oder wie ich gelernt habe Overnight-Oats, klingt trendiger – und Obst an, bevor wir uns diesmal um 06:15 Uhr zum Radfahren mit Mel verabredet hatten. Während Mel 80km auf dem Plan hatte, waren es bei Astrid etwas mehr. Die ersten Kilometer sind dabei zum Laufsteg geworden, da wir Glen von Koruptvision auf dem Highway getroffen haben. Hier könnt ihr ein Ergebnis davon sehen. Danke an Glen.

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Nachdem wir Mel nach 40km auf dem Heimweg verabschiedeten, ging es für uns noch ein wenig weiter. Da es allerdings sehr windig war, haben wir uns kurz hinter Waikaloa entschieden lieber einen Abschnitt hin und her zu fahren, bevor wir bei viel Verkehr etwas riskieren. Danach standen 130km auf dem Tacho und noch ein wenig Bike-Pflege auf dem Programm. Nach einem ordentlichen Mittagessen ging es dann für 30 Minuten in den Pool. Hier lag der Fokus darauf, die Arme ein wenig zu bewegen, das Wassergefühl zu behalten und einige Sprints zu machen.

Danach gab es dann leckere Spaghetti, denen sich Astrid zu Gunsten von Quinoa mit Tomatensauce und Mango verweigerte. Zum Tagesabschluss die obligatorische Massage, bevor es um 20:30 Uhr ins Bett ging.

Heute wollte Astrid dann fit sein, stand doch der Ho’ala-Swim (Race to the Occasion), ein Rennen über 3,8km auf dem Programm. Dieses findet seit einigen Jahren immer eine Woche vor dem eigentlichen Ironman auf der Wettkampfstrecke statt und ist ein gutes Training unter Wettkampfbedingungen. Ursprünglich wollte Astrid dieses in der richtigen Wettkampfkleidung bestreiten um diese zu testen, jedoch ist der Speedsuit ihres Ausrüsters nicht pünktlich angekommen, so dass Astrid klassisch im Badeanzug gestartet ist. Auf dieser Streckenlänge ist dabei von einem Zeitvorteil von 45-60 Sekunden mit der Wettkampfkleidung auszugehen, so dass sowohl Astrid, als auch ich mit der Zeit von 57:50 mehr als zufrieden sind.

 

 

 

Da es nun nur noch eine Woche bis zum Renntag ist, wird die Regeneration noch weiter fokussiert. Astrid hat nach dem Rennen erst einmal einen kurzen Nap eingelegt, bevor es für 15 lockere Kilometer in die Laufschuhe ging. Da so kurz vor dem Rennen nichts gefährlicher ist, als ein einlullendes Lauftempo, hat sie fünf kurze Steigerungen von jeweils circa 100m in den Lauf eingebaut. Zu Hause wurde dann erst einmal wieder mobilisiert, bevor der nächste kurze Nap anstand.

Nun gibt es etwas zu Essen, danach dann wieder Massage und dann ruft wieder das Bett. Morgen wird schließlich wieder gekoppelt.

Übrigens geben diese – von mir leicht überbelichteten Bilder, mit dem Versuch diese in schwarz/weiß noch zu retten – schön wieder, wie ich mich regelmäßig beim Training mit Astrid fühle. Der Sportler im Hintergrund scheint nämlich ähnliche Gefühle zu haben, während Astrid ihren üblichen Gesichtsausdruck beibehält.

Jetzt versteht ihr sicher, wenn ich sage, der Letzte macht das Licht aus.

Mahalo

Chris

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