Tag 7 – Kona Blog 2017

Eine Woche sind wir jetzt schon auf Big Island und es ist wie jedes Mal einfach etwas besonderes. Gestern war es übrigens so weit und wir konnten den ersten Sonnenuntergang genießen, der die Tage vorher immer von Wolken am Horizont verdeckt wurde. Auch wenn tagsüber viel Programm ist, so sind es diese Momente, die immer wieder für die nötige Ruhe und Entspannung sorgen. Vor allem, wenn wie gestern, wieder eine Wettkampfsimulation auf dem Programm stand.

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Astrids Aufgabe gestern waren drei Stunden auf dem Rad gefolgt von einem 10km-Koppellauf. Die drei Stunden auf dem Rad hat Astrid dabei als Crescendo gefahren. Crescendo bedeutet, dass sie ihre Leistung nach vorgegebenen Intervallen bis zum Ende gesteigert hat, um danach im Racepace 5km anzulaufen. Astrids Werte haben dabei sehr überzeugt, auch wenn Sie noch die Nachwirkungen der Massage am Vortag gespürt hat. Gestern war übrigens der erste Tag, an dem die berüchtigten Winde geweht haben, die üblicherweise kurz vor Waikaloa einsetzen. Da die Winde hauptsächlich durch den Temperaturunterschied zwischen Land und See hervorgerufen werden und an dieser Stelle die Landschaft wie eine Düse wirkt, wird es dort schon einmal sehr langsam beziehungsweise sehr schnell. Der Hinweg dauerte also 105 Minuten, während der Heimweg 75 Minuten dauerte. Zwischendrin bin ich eine Stunde mit einem 40er-Schnitt gefahren und habe verzweifelt versucht an Astrid dran zu bleiben. Ab Tempo 50 aufwärts komme ich auf meinem Rädchen im Flachen und bergab einfach nicht mehr hinterher. Was die Winde so spannend macht ist übrigens eigentlich nur, dass außerhalb des Rennens Laster auf dem Highway sind. Überholen die einen ist man schlagartig im Windschatten und der Wind von der Seite, gegen den man sich lehnen konnte, ist auf einmal weg bzw. kommt schlagartig wieder wenn der Laster vorbei ist.

Nachmittags stand dann noch eine lockere halbstündige Schwimmeinheit auf dem Programm, die wir im Pool absolviert haben. Der Pool war sehr voll, da in der einen Hälfte die Jugendschwimmer des hiesigen Vereins Training hatten und das bei Verhältnissen, von denen man in unserer Heimat nur träumen kann.

Abends gab es dann leckeren Salat aufgepeppt mit Quinoa für die notwenigen restlichen Kohlehydrate und Eiweiße des Tages.

Der heutige Tag war dafür etwas ruhiger. Wir sind um 6:00 Uhr für 60 Minuten die Beine ein wenig locker gefahren. Ohne jegliche Anstrengung, bevor Astrid um 8:30 Uhr am Dig me Beach, dem Schwimmstart beim Ironman, verabredet war. Lubos Bilek war so nett Astrid mit seinen Jungs schwimmen zu lassen. Ganz herzlichen Dank dafür Lubos. Astrid kam nach 45 Minuten glücklich wieder, da sie gut mit den Jungs mit schwimmen konnte. Somit ist alles klar für den Hoala-Swim, ein Rennen auf der 3,8km langen Ironmanstrecke am Samstag, bei dem Astrid starten wird.

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Direkt im Anschluss stand ein Pressetermin mit Klaus Arendt vom tritime-magazin auf dem Programm, bevor wir am Farmers Market frisches Obst und Gemüse gekauft haben. Noch genießt Astrid das übrigens, bevor sie 2-3 Tage vor dem Rennen auf frisches Obst verzichten wird.

Da um 14:00 Uhr der nächste Pressetermin mit Sara Gross von IronWomen #livefeisty anstand haben wir die Zeit genutzt und uns mittags mit Mel zum Lunch getroffen. Da wir in Chattanooga leider keine Zeit zusammen hatten und Mel als unglaublich nette und herzliche Freundin in Noosa kennenlernen durften, haben wir das Wiedersehen um so mehr genoßen. Das Live-Interview mit Astrid könnt ihr übrigens noch auf der Facebook-Seite von triworx anhören. Viel Spass dabei.

Auf dem Heimweg sind wir dann im wahrsten Sinne des Wortes noch in Michael Cramer gerannt, der ebenso wie Astrid, die Farben unseres Heimatvereins DLC Aachen hier auf Hawaii vertritt und nun auch seit zwei Tagen hier ist. E Komo Mai (herzlich Willkommen auf Hawaiianisch) Michael.

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Für Astrid stehen jetzt noch ein paar Minuten Rumpf-Stabi an, bevor der Abend mit Reis und Salsa eingeläutet wird. Morgen steht noch der letzte wirklich lange Trainingstag vor dem Rennen an. Also heißt es für mich noch einmal überleben und danach werden die Einheiten hoffe ich kurz genug, als das ich diese überstehe.

Übrigens wird es für mich ab nun noch schlimmer, da Astrid nun dank Jared auch auf Kona das australische Rocket Fuel hat.

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Mahalo und Grüße von der Insel

Chris

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