Fitter mit Fett

Kennt ihr das Gefühl abends einfach völlig geschafft zu sein? Kennt ihr das auch tagsüber?

Mir ging es diese Woche so. Nun die Woche war nicht übermäßig anstrengend, da ich wegen einer Messe keinen Sport machen konnte. Von 8:00 -bis 20:00 von einem Gespräch zum anderen und zwischendurch nur die Möglichkeit das zu essen und zu trinken, was einem angeboten wird. Dabei gab es so „gute“ Sachen wie Kuchen, Schokolade, Currywurst mit hellem Brot. Kurz, alles was mich früher glücklich gemacht hat. Diesmal hat es mich geschlaucht. Ich nehme seit Anfang des Jahres möglichst wenig Industriezucker zu mir und nun hatte ich wieder die volle Dröhnung. Abgesehen davon, dass es mir erstaunlicher Weise nicht mehr schmeckt, merke ich darüber hinaus, wie schlecht es einem durch falsche Ernährung geht. Nach einem Insulinpeak folgt im wahrsten Sinne des Wortes das low. Die Energie ist nur kurz da und man möchte kurz danach wieder etwas essen. Jetzt, wo ich wieder zuhause bin, habe ich direkt wieder umgestellt. Es gab jede Menge Käse, Rahmjoghurt mit Nüssen und Landjäger, dazu Möhren und Äpfel. Auch wenn es komisch klingt, ich fühle mich direkt viel wohler. Das Tolle ist, es macht mich sogar schneller.

Die Studie „Rethinking fat as a fuel for endurance exercise“ veröffentlicht von Volek J, Noakes T, Phinney SD im Jahr 2015 stellt dies sehr schön dar. Unsere Körper sind durch die Industrialisierung der Nahrungsmittelindustrie dazu erzogen worden Zucker zu verarbeiten. Der natürliche Zustand ist aber, dass wir vor allem Fett und Protein gut verarbeiten können. Ehrlicherweise bräuchten wir nicht einmal mehr Kohlenhydrate – wozu Industriezucker gehört -, da unser Körper sowohl Fett als auch Protein  in Zucker verstoffwechseln kann. Je weniger Kohlenhydrate wie zu uns nehmen, desto effizienter wird der Körper darin Körperfett als Energiequelle zu nutzen.

Nun ich würde mich selber als sportlich und schlank bezeichnen. Bei 75 kg Körpergewicht habe ich in etwa 8-9% Körperfett, was etwa 6,75 kg Fett entspricht.Ein einziges Kilo davon hat ca. 8000 Kalorien. Soviel wie ich bei meinen Rennen auf Hawai’i auf 226 Kilometern verbraucht habe. Was ich damit sagen möchte, wenn ich effizient Fett verbrennen kann, sind meine Energiespeicher praktisch unerschöpflich. Genau deswegen ist es für jemanden der seine Bestleistung bei Ironman- oder Ironman 70.3 – Rennen erzielen möchte unerlässlich eine gesunde Ernährung zu haben. Gesunde Ernährung ist nämlich der Treibstoff, der euch zu Bestzeiten führen wird. Trainieren müsst ihr natürlich auch, aber davor und danach heisst es den Tank gut aufzufüllen. Ich habe das vor meinen Hawai’i-Starts nie getan und bin mittlerweile sicher, da geht noch deutlich mehr.

Schaut einmal in euren Kühlschrank und prüft welche Lebensmittel Industriezucker enthalten. Wieviele findet ihr? Ich wette mehr als 70% der Lebensmittel die ihr zuhause habt, enthalten Industriezucker. Schaut wie ihr diese mit und mit verringern könnt und dabei diese Kalorien durch Fett ersetzt. Kleiner Tipp: Rahmjoghurt oder griechischer Joghurt schmeckt super, ergänzt mit ein paar Nüssen ein super schneller Snack und wer nach dem Training schnelle Energie braucht, weil er sich mal wieder verschätzt hat, der packt noch ein paar getrocknete Feigen oben drauf. Dann ist es sogar süß.

Diskutiert den Blog gerne und verratet mir, wieviele Produkte mit Extrazucker ihr in eurer Küche gefunden habt.

Ich mache mir jetzt eine Runde Thunfisch mit Avocado, Knoblauch und Zitrone und werde morgen fleißig auf der Rolle trainieren.

Euch ein tolles Wochenende

Chris

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