3 Tipps mit denen ihr eure Ziele auch wirklich erreicht

Kennt ihr es auch, wenn ihr euch überlegt, was für Ziele ihr euch im Jahr setzen sollt?

Häufig passiert dies schon mehr als ein Jahr im voraus, wenn ihr euch für die großen Rennen anmelden müsst um einen Startplatz zu bekommen. Dann habt ihr das große Ziel und es ist noch eine ganze Weile weg.

Aber was genau ist das Ziel? Wollt ihr das Rennen finishen? Wollt ihr eine neue persönliche Bestzeit? Eine Hawaii-Qualifikation oder eine bestimmte Platzierung? Die Möglichkeiten und Motivationen sind so vielfältig, wie es Menschen gibt. Dabei gibt es ein paar ganz einfache Regeln, mit denen ihr schneller und glücklicher werdet.

Wir haben alle unsere Träume und manche von uns trauen sich auch diese zu leben. Ich weiß noch ganz genau, wie es war, als ich beschlossen habe, dass ich unbedingt einmal auf Hawaii starten möchte. Ich hatte gerade meinen ersten Triathlon bestritten, habe nach 100m im Freiwasser Panik bekommen, bin dann 1400m Brust geschwommen und habe mich irgendwie ins Ziel gequält. Nach einer Nacht drüber schlafen stand fest: Das passiert mir nie wieder!

Ich kannte aus meinen Kampfsportzeiten das Gefühl Weltmeisterschaften bestreiten zu dürfen und das wollte ich auch im Triathlon wieder erleben. Damit hatte ich ein tolles aber auch sehr problematisches Ziel formuliert. Toll, weil Hawaii ein leuchtendes Ziel mit jede Menge Emotion ist. Problematisch, weil es erstens sehr weit weg war und zweitens ein Ziel war, dass meine Leistung ins Verhältnis zu anderen Sportlern setzte. Wie geht man also mit solchen Zielen um und was kann jeder für sich bei der Zielsetzung beachten?

  1. Überlege Dir ein Ziel und beschreibe für Dich selber ganz genau, was Dir daran so wichtig ist.

Dabei ist es hilfreich die Beschreibung zu verschriftlichen, in Bildern zu sprechen und seinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Gefühle sind einer der stärksten Treiber und egal wo diese her kommen, mach sie zu deinem Treibstoff. Lass Sie das Feuer in Dir entzünden und immer wieder nähren. Mein Ziel war es auf Hawaii zu starten und die Bilder vom Rennen und dem Finish der Athleten dort zauberten mir immer wieder Tränen in die Augen. Da war in jedem Fall genug Emotion. Ganz wichtig ist hierbei, sich dafür kein zeitliches Ziel zu setzen, sondern zu überlegen, was muss ich schaffen, damit ich mein Ziel erreichen kann?

2. Unterteile das Ziel in einzelne Abschnitte und Meilensteine um deinen Fortschritt zu monitoren.

Zu sehen, wie man sich seinem großen Ziel nähert, lässt einen immer weiter daran glauben und schafft wichtige Erfolgserlebnisse in regelmäßigen Abständen. Ich habe mir also überlegt, wie sieht mein Weg aus, damit die Quali realistisch wird. Ich habe – um in Bildern zu sprechen – den Elefant in Scheiben geschnitten. Ich hatte nachher eine Liste zum abhaken, wo von 1500m am Stück kraulen, über finishen einer Mitteldistanz, schnelleren Zeiten bei einem Winterlauf in meiner Heimat, bis zu der eigentlichen Qualifikation, 12 Zwischenziele notiert und vermerkt waren. Diese Liste lag über Jahre auf meinem Nachttisch und jedes Zwischenziel was ich erreicht habe, habe ich feierlich abgehakt. Ich bin mit meinen Zielen jeden Morgen aufgestanden und ins Bett gegangen. Ich habe davon geträumt und dafür gelebt.

3. Beurteile Dich nur nach deiner eigenen Leistung.

Wenn es um Ziele geht neigen wir dazu uns mit anderen zu vergleichen oder uns Zielzeiten vorzunehmen. Eines meiner Zwischenziele habe ich aus verschiedenen Gründen nie erreicht. Der Winterlauf in Aachen über 18 Kilometer stand mit einer Zielzeit von unter 1:05 auf meiner Liste. Heute noch lacht mich dieses Kästchen an und tief in mir drin weiss ich, dass ich das schaffen kann. Das Wichtige ist, dass mich die Zeit oder die Platzierung heute nur noch motivieren und nicht mehr demotivieren können. Und darin liegt in meiner Sicht die wahre Kunst die erfolgreiche Sportler beherrschen müssen um Ziele zu erreichen. Es gibt Faktoren, die können wir nicht beeinflussen. Dazu gehören Dinge wie die Leistung unserer Konkurrenten oder das Wetter was Zeiten erschweren oder gar unmöglich machen kann. Wir müssen uns nur an einer Frage nach jedem Wettkampf messen, während wir unser Ziel verfolgen:

„Habe ich heute alles gegeben was an diesem Tag in mir steckte?“ 

Wenn ich diese Frage mit ja beantworten kann, dann kann ich glücklich sein. Egal ob ich den nächsten Punkt abhaken kann oder nicht. Wenn mein Ziel jedes Mal ist, mein bestes zu geben, habe ich alles getan um meine Träume zu leben und die Ergebnisse und die Befriedigung kommen von ganz alleine.

Bei mir hat es 4 Jahre gedauert um nach Hawaii zu kommen. Jahre voller Höhen und Tiefen aber voller Glück und Emotionen. Ich möchte heute keinen Tag davon missen und bin glücklich mit Astrid, Celia und Stephan heute drei meiner Athleten auf dem gleichen Weg begleiten zu dürfen. Übrigens ist jedes Ziel eine Herausforderung und mit jeder Herausforderung der ich mich stelle wird es ein Stück leichter. Das merkt man nicht nur im Sport, sondern auch im Familien- oder Berufsleben.

Was sind eure Ziele? Ich freue mich von euch zu lesen und wünsche euch kühne Träume

Chris

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